Das US-Heimatschutzministerium kippte die Vorschrift der Administration von Ex-Präsident Donald Trump, dass Asylbewerber aus Süd- und Mittelamerika in Mexiko auf die Entscheidung ihrer Anträge warten müssen. Das führt dazu, dass die Migranten zum Teil über ein Jahr lang in Zeltlagern südlich der Grenze zu den USA leben. Nach Angaben des Ministeriums warten in Mexiko aktuell rund 25.000 Menschen mit einem offenen Asylverfahren.

Nächste Woche geht es los

Die Asylsuchenden sollen schrittweise in die USA kommen können, der Prozess dafür soll kommende Woche beginnen. Angesichts ihrer Lage versuchten einige, unter anderem mit Hilfe von Menschenschmugglern, illegal über die Grenze zu gelangen. Die neue Regierung unter Präsident Joe Biden wolle ein sicheres, geordnetes und menschenfreundliches Einwanderungssystem etablieren, betonte Heimatschutzminister Alejandro Mayorkas.

Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation American Immigration Council wurden unter der alten Politik mindestens 70.000 Menschen nach Mexiko gebracht.

Migration: Über den Rio Grande in ein besseres Leben?

Der lange Weg

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