Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann schränkt aus privaten Gründen Auftritte im laufenden Wahlkampf ein. Das teilte der Grünenpolitiker über das Staatsministerium in Stuttgart mit. In Baden-Württemberg steht am 14. März eine Landtagswahl an.

Eigentlich sei es eine rein persönliche Angelegenheit, schrieb er. Dennoch hätten seine Frau Gerlinde und er gemeinsam entschieden, sie öffentlich zu machen: Seine Frau sei an Brustkrebs erkrankt, es gehe ihr den Umständen entsprechend. »Es kommen nun schwere Zeiten auf sie zu«, sagte er. »Ich will für sie da sein, so gut es geht.«

Zwar wolle er »in der schwierigen Lage für das Land« seine Arbeit als Ministerpräsident »weiterhin mit vollem Einsatz fortführen«, teilte Kretschmann weiter mit. Dafür werde er »Termine, die das Regierungsgeschäft nicht betreffen«, nicht immer wahrnehmen können. Das betreffe auch den anstehenden Wahlkampf: »Ich brauche diese Zeit, um meiner Frau beizustehen.«

»Das wird nicht die Mehrheit der Termine sein«

Der baden-württembergische Regierungssprecher Rudi Hoogvliet präzisierte mit Blick auf die Auswirkungen im Wahlkampf: »Das wird nicht die Mehrheit der Termine sein.« Der Ministerpräsident verzichte aber zum Beispiel auf zwei Spitzenkandidatenrunden am heutigen Freitag.

Kretschmann und seine Frau sind seit 1975 verheiratet und haben vier Kinder. Die ehemalige Grundschullehrerin tritt nur selten an der Seite ihres Manns in der Öffentlichkeit auf.

Icon: Der Spiegel