SPIEGEL: Herr Hofreiter, sind Sie in einem Haus mit Garten aufgewachsen?

Hofreiter: Ja, als Kind war das sehr schön, wir waren nur weit weg von der S-Bahn.

SPIEGEL: In Hamburg-Nord hat ein grüner Bezirksamtsleiter dafür gesorgt, dass es keine Einfamilienhäuser mehr in neuen Bebauungsplänen gibt. Wollen die Grünen die eigenen vier Wände verbieten?

Hofreiter: Angesichts der dramatischen Wohnungsnot und der Tatsache, dass Boden endlich ist, hat Hamburg-Nord entschieden, Wohnraum für viele statt für wenige zu schaffen. Dass Kommunen entscheiden, was bei ihnen sinnvoll ist, ist jahrzehntelange Praxis in unserem Land und verantwortungsvolle Politik.

SPIEGEL: Sie haben die Frage nicht beantwortet.

Hofreiter: Natürlich wollen die Grünen nicht die eigenen vier Wände verbieten. Die können übrigens sehr verschieden aussehen: Einfamilienhaus, Reihenhaus, Mehrfamilienhaus, Mietshaus. Wo was steht, entscheidet allerdings nicht der Einzelne, sondern die Kommune vor Ort.

SPIEGEL: Warum kann aber jemand, der in Hamburg-Nord ein Grundstück kauft, dort kein Einfamilienhaus bauen, wo schon solche Häuser stehen?