Corona-Pandemie
Verlängerter Lockdown: Einzelhandel drohen dramatische Umsatzeinbußen und zehntausende Pleiten

Sehen Sie im Video: Sollte der Lockdown noch lange anhalten, drohen dem Einzelhandel dramatische Umsatzeinbußen

Die deutschen Einzelhändler blicken wegen des verlängerten Lockdowns pessimistisch in die Zukunft. Die Umsätze der gesamten Branche dürften 2021 um vier oder sechs Prozent sinken, sollten die Läden im April oder sogar erst im Mai öffnen können. Das sagte Stefan Genth, Sprecher des Branchenverbands HDE am Donnerstag. Wir sind bisher davon ausgegangen, dass 50.000 Insolvenzen drohen mit 250.000 Arbeitsplätzen. […] Und jeder Monat wird diese Situation verschlimmern. Wir haben 200.000 Handelsunternehmen, die jetzt im Lockdown sind und die 50.000 sehen wir als untere Grenze mittlerweile. Es könnten deutlich mehr werden als 50.000 Unternehmen, die diese Krise dann nicht überstehen, wenn sie jetzt nicht ausreichend unterstützt werden.“ Jeder Tag des Lockdowns koste die Einzelhändler rund 700 Millionen Euro Umsatz, so Genth. Betroffen seien vor allem Modehändler, die auf Saisonware sitzenbleiben, Schuhgeschäfte und Juweliere. Hier dürften laut HDE-Prognose die Umsätze 2021 um 15 bis 29 Prozent sinken, je nachdem wann der Lockdown beendet wäre. Der anhaltende Lockdown verstärkt derweil den Trend zum Online-Handel. Der werde seine Umsätze 2021 wohl um 13 Prozent auf rund 81 Milliarden Euro steigern, schätzt der HDE.

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