Gericht in Aix-en-Provence
TÜV Rheinland muss Opfer im Brustimplantate-Skandal entschädigen

Ein defektes Silikonkissen der französischen Billig-Brustimplantate-Firma Poly Implant Prothese

© Bruno Bebert/EPA/ / DPA

Silikonkissen, die aufreißen: ein Horror-Szenario für Frauen mit Brustimplantaten. Seit Jahren kämpfen sich die Opfer durch die Instanzen. Ein Hersteller hatte Billigsilikon verwendet. Im Fokus steht auch der TÜV – und der muss Schadenersatz zahlen.

Im Skandal um minderwertige Brustimplantate des französischen Herstellers Poly Implant Prothèse (PIP) hat ein französisches Gericht eine Schadenersatzforderung in Höhe von mehr als 40 Millionen Euro gegen den TÜV Rheinland bestätigt. Das Berufungsgericht in der südfranzösischen Stadt Aix-en-Provence gab der Klage von rund 13.500 Frauen gegen den Überwachungsverein statt. Der TÜV prüft nach eigenen Angaben Rechtsmittel gegen das Urteil. 

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