Tag der Ankläger im zweiten Impeachment-Prozess gegen Donald Trump. Während bisher nicht gezeigte Video-Aufnahmen vom Sturm aufs Kapitol den Ex-Präsidenten weiter belasteten, stürzte ein republikanischer Senator das Verfahren kurz ins Chaos.

Als sich die Aufregung legte, blieb eigentlich nur Schulterzucken übrig. „Das ist viel Lärm um nichts“, urteilte Jamie Raskin, Chefankläger im zweiten Impeachment-Verfahren gegen Donald Trump, schließlich. Die ganze Sache sei nur ein Detail und in keiner Weise „kritisch für unseren Fall“, so Raskin weiter. Doch ob gewollt oder nicht, ob unwichtig oder nicht: Das Flügelschlagen von Mike Lee, republikanischer Senator aus Utah, knappste einiges von der öffentlichen Aufmerksamkeit ab, die bisher nicht bekannte Video-Aufnahmen vom Sturm auf das Kapitol, aufgenommen von den Sicherheitskameras im Inneren des Gebäudes, erzeugt hatten. Aufnahmen, mit denen die republikanischen Ankläger Ex-Präsident Trump erneut schwer belasteten. Doch zunächst war am Ende des Tages nur von dieser Nichtigkeit die Rede.

Immerhin: Die fragliche Episode könnte ein Licht darauf werfen, inwieweit Donald Trump tatsächlich für den Sturm auf das Kapitol verantwortlich oder zumindest darin verwickelt war. Konkret geht es um einen Anruf Trumps auf dem Handy von Mike Lee, kurz bevor die Senatskammer wegen der anrückenden Randalierer evakuiert wurde. Trump, so wurde es ursprünglich zu Protokoll gegeben, wollte aber gar nicht Lee, sondern Tommy Tuberville, einen Senator aus Alabama, sprechen, und redete sofort los. Lee wandte kurz…