1. Mutierte Sprache

Erst Friseure öffnen lassen, dann Museen? Was ist mit Kitas und Schulen? Das Land wartete auf die neuen Corona-Beschlüsse von Kanzlerin und Ministerpräsidenten. Den Tag über tröpfelten Infos aus der Runde, aber Gewissheit gab es erst am Abend (hier die Pressekonferenz im Video.) Der wichtigste Beschluss: Bund und Länder verlängern Shutdown bis 7. März (hier mehr dazu).

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Auch dieses Bild hätte 2019 zu Fragen geführt.

Foto: Michael Sohn / picture alliance/dpa/POOL AP

Die Wartezeit ließ sich überbrücken mit ziellosem Herumklicken in den sozialen Medien. Auf Twitter sammeln Leute Schlagzeilen, die vor Corona rätselhaft bis unverständlich gewesen wären – sich in der Pandemie aber sofort jeder und jedem erschließen. Allein auf unserer Website fanden sich in den vergangenen Tagen viele Überschriften, die im Jahr 2019 nur Fragezeichen erzeugt hätten. Eine Auswahl:

Auch emotional bringt die Pandemie einiges durcheinander. »Ein bisschen ist es mit den Covid-Gefühlen ja wie auf dem Farbfächer im Baumarkt: Es sind einfach zu viele Schattierungen – man verliert leicht den Überblick«, schreibt meine Kollegin Dialika Neufeld. Unter den vielen Merkwürdigkeiten, die diese Pandemie bereithält, habe sie vergangene Woche eine neue entdeckt, speziell für Eltern. »Es gibt noch kein offizielles Wort dafür, jedenfalls kenne ich keines, ich nenne es vorläufig: Kita-Scham.« Dialika meint das Gefühl, sein Kind in die Notbetreuung zu geben, obwohl die Kitas eigentlich dicht sind und es epidemiologisch geboten wäre, es irgendwie anders hinzukriegen.

Also noch mal der Blick zum Livestream: Hat die Kanzlerin schon verraten, wann die Kitas wieder öffnen? Ah, Ländersache.

2. Das Auspuff-Aus

Diese Nachricht war mir vor zwei Wochen entgangen: General Motors hat angekündigt, ab 2035 nur noch emissionsfreie Pkw zu bauen. Die Meldung hat die Autoindustrie aufgeschreckt wie das Hupen des Hintermanns, wenn man an der Ampel nicht…