Einst gab es wohl große Mengen flüssigen Wassers auf dem Mars. Darauf deuten zahlreiche Funde hin, die vor allem den Roboterautos der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa über die Jahre geglückt sind. Sie liefern Blicke zurück in eine Zeit, als das Wasser auf dem Mars Wasser durch große Flussbetten schoss und in Seen schwappte.

Heute dürfte dieses Wasser zu größten Teilen in unterirdischen Eiskappen eingeschlossen sein, die vor allem an den Polen nachgewiesen wurden. Neue Forschungsergebnisse zeigen nun aber, wie der Mars bis heute Wasser verliert – in der Form von Wasserstoff und Sauerstoff, die aus der Atmosphäre austreten.

Bei der Analyse des Lichts, das durch die dünne Marsatmosphäre dringt, hat ein internationales Wissenschaftlerteam nun nämlich Spuren von Wasserstoff gefunden, wie es im Fachblatt »Science Advances« berichtet. Der Nachweis gelang dank eines Messinstruments auf der Sond »ExoMars Trace Gas Orbiter«, die von der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) und der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos zum roten Planeten geschickt worden war.

»Dieses fantastische Instrument gibt uns eine nie da gewesene Sicht auf Wasserisotope in der Marsatmosphäre«, schrieb der Astronom Manish Patel, einer der Autoren der aktuellen Forschungsarbeit. Die Messung der Wasserisotope ist dem Studien-Autor zufolge ein wesentlicher Faktor bei der Erforschung der Frage, »wie der Mars im Laufe der Zeit sein Wasser verloren hat und entsprechend wie die Bewohnbarkeit des Mars sich im Laufe der Geschichte verändert hat«.

Das Vorhandensein von Wasser ist eine entscheidende Voraussetzung für die Entwicklung von Leben. Sue Horne von der britischen Raumfahrtbehörde erklärte, der Nachweis von Wasser in der Marsatmosphäre sei ein »Schlüsselelement bei unserem aktuellen Versuch, die Mysterien des Roten Planeten zu durchdringen«. Es könne bei der Beantwortung der Frage helfen, ob es einmal Leben auf dem Mars gab.

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