Laut Medienberichten starb der Medien-Mogul, der vor allem als Verleger des US-Porno-Magazins „Hustler“ bekannt war, an Herzversagen. Seine Frau Liz und seiner Tochter Theresa waren im Krankenhaus bei ihm, als er „friedlich im Schlaf“ dahinschied. 

Magazin „Hustler“ sorgte für Empörung

Flynt wurde 1942 im US-amerikanischen Lakeville geboren, mit 15 Jahren trat er mit einer gefälschten Geburtsurkunde in die Armee ein, wo er fünf Jahre blieb. Danach eröffnete er seinen ersten – überaus erfolgreichen – Stripclub. 1974 veröffentlichte er die erste Ausgabe seines Magazins „Hustler“, als Gegenstück zum Erotikmagazin „Playboy“. Das Pornoheft „Hustler“ war expliziter, zeigte Nahaufnahmen weiblicher Genitalien und sorgte sowohl bei Feministinnen als auch Konservativen immer wieder für Ärger und Kritik. Nach anfänglichen Schwierigkeiten schossen die Verkaufszahlen im Jahr 1975 in die Höhe, als Flynt Nacktbilder der früheren First Lady Jaqueline Kennedy Onassis abdruckte. Paparazzis hatten sie beim Sonnenbaden fotografiert – mehr als zwei Millionen Mal wurde diese Ausgabe gekauft. Bald erweiterte Flynt sein Geschäft um weitere Magazine, Pornoseiten, Clubs und ein Casino.

Woody Harrelson spielte in dem Film „Larry Flynt – die nackte Wahrheit“ (1996) den Medienmogul

Einzug in die Filmwelt

1996 verfilmte Regisseur Milos Forman Flynts Leben in der Hollywood-Produktion „Larry Flynt – die nackte Wahrheit“. Die Hauptrolle spiele Woody Harrelson, der für seine schauspielerische Leistung bei den Oscars 1997 als bester Hauptdarsteller nominiert wurde. Regisseur Forman sagte über Flynt: „Ich muss zugeben, dass ich das ‚Hustler‘-Magazin nie gekauft habe, und ich glaube, ich werde es nie tun. Aber so lange ich lebe, werde ich Larry Flynt immer bewundern: sein Leben, seinen Mut und seine Hartnäckigkeit.“

Selbsternannter Verfechter der Meinungsfreiheit

Flynt war ein selbsternannter Verfechter der Meinungsfreiheit und in seinem Leben häufig in Kontroversen verwickelt. Große…