US-Behörden untersuchen einem Medienbericht zufolge, ob Marktmanipulationen zu der Aktienrally beim Videospielhändler GameStop und bei der Kinokette AMC geführt haben. Das Justizministerium und der Staatsanwalt von San Francisco hätten Informationen von Brokern wie Robinhood und Social-Media-Firmen angefordert, die im Zentrum des Handels gestanden hätten, berichtet das »Wall Street Journal« am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Robinhood spielte eine zentrale Rolle bei den konzertierten Käufen von Kleinanlegern, die Hedgefonds in die Bredouille gebracht und die Börsen weltweit in Unruhe versetzt hatten.

Zudem habe die US-Derivateaufsicht CFTC eine vorläufige Untersuchung eröffnet, ob ein mögliches Fehlverhalten bei Handel mit Silber-Futures vorgelegen habe, berichtet das Blatt weiter. Beim Justizministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Kleinanleger organisierten sich um die Aktie von GameStop

Spekulative Käufe hatten die Aktien von GameStop und anderen Titeln zuletzt in schwindelerregende Höhen getrieben und anschließend stark schwanken lassen. Kleinanleger hatten mit konzertierten Käufen Hedgefonds zur Auflösung von Wetten auf den Verfall des GameStop-Kurses gezwungen.

Inzwischen scheinen die im Internet organisierten US-Privatanleger in Cannabis-Aktien ein neues Spekulationsobjekt gefunden zu haben. Nach dem Kräftemessen mit Hedgefonds von Gamestop scheinen nun Aktien wie Sundial Growers zu ihren Lieblingen zu werden. Am Vortag waren diese schon um fast 80 Prozent angezogen, nun ging es für die Aktien vorbörslich weiter nach oben. Zeitweise um fast die Hälfte, zuletzt noch um 15 Prozent.

Cannabis ist zuletzt neben Wasserstoff oder Kryptowährungen zu einem weiteren wichtigen Trendthema an den Börsen geworden. Für Fantasie in der Branche sorgt neuerdings die international diskutierte Legalisierung von Marihuana. Laut Analyst Neil Wilson vom Broker Markets.com treiben derzeit vor allem Spekulationen über…