Auch ohne Thomas Müller hat der FC Bayern auch den letzten noch möglichen Titel der vergangenen Saison geholt. Im Finale der coronabedingt verspäteten Klub-WM in Katar setzten sich die Münchener gegen den mexikanischen Verein Tigres UANL knapp, aber verdient mit 1:0 (0:0) durch. Matchwinner war der Franzose Benjamin Pavard, dem der einzige Treffer des Spiels (59.) gelang. Für die Bayern war es der zweite Klub-WM-Sieg nach 2013, zuvor hatten sie zweimal den Vorgängerwettbewerb, den Weltpokal, gewonnen: 1976 und 2001.

Sechs Titel in einer Saison

Damit machte das Team von Trainer Hansi Flick das sogenannte „Sextuple“ perfekt, das Maximum dessen, was eine Vereinsmannschaft in einer Saison erreichen kann: nationale Meisterschaft und Pokalsieg, Kontinentalmeisterschaft – sprich im Falle der Bayern der Champions-League-Triumph -, nationaler sowie kontinentaler Supercup und als Sahnehäubchen obendrauf die Klub-WM. Vor den Bayern war dies nur dem FC Barcelona gelungen – 2009 mit Trainer Pep Guardiola und dem argentinischen Superstar Lionel Messi.

„Jetzt haben wir den Sixpack. Das ist eine tolle Geschichte“, sagte Weltfußballer Robert Lewandowski dem Sender DAZN. Die Münchener gewannen, ohne zu glänzen. Das war gegen den mexikanischen Klub Tigres, den Mittelamerikameister, allerdings auch nicht nötig. Auch im Schongang war der FC Bayern deutlich überlegen und hatte zahlreiche Chancen, den Sieg deutlicher zu gestalten. So trafen Leroy Sané (34.) und Corentin Tolisso (81.) trafen das Aluminium. Für die Mexikaner war bereits das Erreichen des Finals der größte Erfolg der Vereinsgeschichte.

Thomas Müller war vor dem Spiel als einziger Bayern-Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden und konnte deshalb nicht spielen.