Bei rund 19,5 Prozent der Corona-Infizierten in Düsseldorf wurde die britische Virusvariante nachgewiesen. Dies ergaben zusätzliche Untersuchungen, die seit dem 1. Februar bei allen positiven PCR-Proben aus dem Testzentrum und den mobilen Testdiensten der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt vorgenommen wurden, wie die Stadt mitteilte.

Bisher wurde in Düsseldorf laut Stadtverwaltung in 34 Fällen die britische Virusvariante nachgewiesen, das sind knapp ein Fünftel der untersuchten positiven Proben. Die Stadt entschied sich demnach dazu, bei jedem engeren Kontakt ohne entsprechende Schutzmaßnahmen zu einem mit einer Coronavirus-Mutation infizierten Menschen vorsorglich eine Quarantäne anzuordnen.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) appellierte an die Bürger. Die Einhaltung der Hygieneregeln und das Tragen von FFP2-Masken, »auch wo sie nicht verpflichtend sind, sind probate Mittel, um das Virus an der Verbreitung zu hindern«.

Nur noch einzeln einkaufen

Auch in Flensburg in Schleswig-Holstein waren die Behörden über gehäuftes Auftreten der britischen Mutation besorgt und starteten Gegenmaßnahmen. In Flensburg ist aktuell etwa jede dritte Neuinfektion auf die hochansteckende britische Variante zurückzuführen, wie die Stadt am Donnerstag erklärte. Der Anteil sei deutlich höher als anderswo.

Die Stadt verschärfte daher die Eindämmungsmaßnahmen. Einkäufe in Geschäften sind dort ab Freitag nur einzeln erlaubt, nicht mehr mit mehreren Mitgliedern eines Haushalts. Ausnahmen gelten für Kinder und Betreuungsbedürftige. Darüber hinaus müssen alle über 14-Jährigen auf Spielplätzen künftig Gesichtsmasken tragen.

Am Donnerstag vermeldete Flensburg neun Corona-Neuinfektionen, in den Tagen davor schwankte die Zahl zwischen drei und 26. In der Stadt gibt es aktuell 497 aktive Infektionen, in 193 Fällen wurden Mutationen nachgewiesen. Die Inzidenz liegt bei 115,5.

»Wir müssen den Mutationspuffer einbauen«

Auch in einigen ostbayerischen Regionen…