Es ist Weiberfastnacht, aber Karneval und Fasching sind dieses Jahr zum Vergessen. Statt Rathäuser zu stürmen oder sich einem anderen närrischen Treiben hinzugeben, müssen die Bürgerinnen und Bürger jegliche Kontakte weiterhin und noch mindestens bis zum 7. März 2021 auf ein Minimum beschränken.

»Der Grundsatz ›Wir bleiben zu Hause‹ bleibt das wesentliche Instrument im Kampf gegen die Pandemie«, das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten am Mittwoch beschlossen. Aufgrund der sich ausbreitenden Varianten des Coronavirus seien sogar »erhebliche zusätzliche Anstrengungen« erforderlich, so der Beschluss, um »die Infektionszahlen wieder zu senken«. Noch häufiger als bisher sollten die Leute im Homeoffice arbeiten.

Es gibt zwar Öffnungsaussichten für Schulen und Kitas und neue, kleine Perspektiven in dem Beschluss, aber im Kern bleibt das öffentliche Leben in Deutschland bis auf Weiteres heruntergeregelt. Die abermalige Verlängerung der seit Dezember gültigen Maßnahmen wird die Folgen für die Gesellschaft, die Wirtschaft, die Familien und für jeden Einzelnen noch einmal gravierender machen.

Doch was halten Experten aus der Medizin und der Bildungsforschung vom neuen Beschluss? Ist er geeignet, bald wieder zu einem normalen Leben zurückkehren zu können?