Einen Tag nach der Einigung von Bund und Ländern, den geltenden Shutdown grundsätzlich bis zum 7. März zu verlängern, schert das erste Bundesland aus. Wie Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) im Landtag ankündigte, sollen Zoos, Wildparks, Gartenbaucenter und Blumenläden in Schleswig-Holstein bereits zum 1. März öffnen können.

Zudem sollen bestimmte Sportmöglichkeiten wieder erlaubt sein – auch in Innenräumen. Neben Friseursalons sollen Nagelstudios wieder öffnen dürfen.

Am Mittwoch hatte Günther noch zusammen mit den anderen Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die Verlängerung des Shutdowns mit geschlossenen Geschäften, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen bis mindestens 7. März beschlossen. Lediglich Friseure sollten bereits ab 1. März wieder öffnen dürfen. Weitere Öffnungsschritte sollten der Einigung zufolge erst folgen, wenn eine »stabile« Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen erreicht ist.

Schleswig-Holstein lag mit Stand Mittwochabend bei 60,2 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Das war im Länderranking der sechste Platz.

Bereits vor dem Ausscheren Schleswig-Holsteins hatten einige Länder Alleingänge bei der Rückkehr zum Präsenzbetrieb in Schulen und Kitas vollzogen. Diese waren allerdings mit den Beschlüssen konform, die den Landesregierungen die Entscheidung in diesem Bereich überlassen. Sachsen hatte sich indes noch vor der Bund-Länder-Schalte entschieden, Schulen ab Montag schrittweise zu öffnen. In Hessen soll es am 22. Februar losgehen.

Auch Schleswig-Holstein will am 22. Februar wieder mit Präsenzbetrieb in Schulen und Kitas starten. Dies soll einhergehen mit einer erweiterten Teststrategie des Landes. Lehrkräfte und andere an Schulen und in Kitas Beschäftigte sollen sich regelmäßig testen lassen können.

In Bayern können Grundschulklassen ab dem 22. Februar an die Schulen zurückkehren – aber nur im Wechselunterricht und nur…