Im Rahmen einer Online-Pressekonferenz zur 71. Berlinale hat deren Doppelspitze, bestehend aus Festivaldirektorin Mariette Rissenbeek und dem künstlerischen Leiter Carlo Chatrian, am Donnerstag (10.02.) die Auswahl des Wettbewerbs bekanntgegeben. 15 Filme sind im Rennen um die Bären, darunter preisgekrönte Filmemacherinnen und Filmemacher sowie zwei Erstlingswerke. 

Fokus auf deutsche Produktionen

Deutschland ist dieses Jahr mit vier Filmen vertreten: Schauspielstar Daniel Brühl wird die Weltpremiere seines ersten Films „Nebenan“ feiern, in dem er selbst neben Peter Kurth die Hauptrolle spielt. Das sehr persönliche Projekt spielt im Prenzlauer Berg, wo Brühl lebt. 

Auch Maria Schrader hat einmal als Schauspielerin begonnen, doch ein Neuling im Regiebereich ist sie schon lange nicht mehr. Zuletzt erregte sie weltweit Aufsehen mit ihrer preisgekrönten Netflix-Miniserie „Unorthodox“. In Berlin tritt sie nun mit „Ich bin dein Mensch“ im Wettbewerb an, einer romantischen Komödie über die Liebe zwischen einem humanoiden Roboter und einer Frau. In den Hauptrollen: Dan Stevens und Sandra Hüller („Toni Erdmann“). 

Dominik Graf hat Erich Kästners Roman „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ verfilmt, mit Tom Schilling und Albrecht Schuch in den Hauptrollen. Darin geht es um eine Coming-of-age Story in Berlin kurz vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten.

Regisseurin Maria Speth präsentiert ihre Langzeitdokumentation „Herr Bachmann und seine Klasse“, laut Carlo Chatrian ein „epischer und gleichzeitig intimer Dokumentarfilm“, den sie in einer hessischen Schule gedreht hat.

Internationale Arthaus-Stars

Neben den vier Filmen aus Deutschland sind Beiträge aus 15 anderen Ländern im Wettbewerb vertreten, darunter zahlreiche Koproduktionen:

Die Französin Céline Sciamma legt nach ihrem Erfolg „Porträt einer jungen Frau in Flammen“ den Film „Petite Maman“ nach. Der gefeierte Südkoreaner Hong Sang-soo kehrt mit „Introduction“ nach Berlin zurück. 

Szene aus…