Die Hoffnungen von Handel und Gastronomie auf einen Zeitplan für die Wiedereröffnung der Läden sind von der Bundesregierung enttäuscht worden. Das sorgt für viel Verbitterung. Händler klagen über einen «Supergau» und einem «schwarzen Tag für den Handel».

Entsetzen im Einzelhandel, Fassungslosigkeit in der Gastronomie: Die Entscheidung von Bund und Ländern zur Verlängerung des Corona-Lockdowns ohne eine konkrete Öffnungsperspektive für die Innenstädte hat am Donnerstag zu einem Aufschrei bei vielen Betroffenen geführt.

Der Handelsverband Textil (BTE) sprach von einem «Supergau für den stationären Fashionhandel». Der Chef der Handelsgruppe Tengelmann (Obi, Kik), Christian Haub, bewertete die Beschlüsse als «schwarzen Tag für den Handel». Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) berichtete von «Frust und Verzweiflung» in der Branche. Lediglich die Friseure konnten aufatmen.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) warf der Politik Wortbruch vor. «Die Politik hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht und bleibt in dieser für uns alle dramatischen Situation den vor Wochen versprochenen Plan zum Ausstieg aus dem Lockdown schuldig», klagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth in Berlin.

Jeder durch den Lockdown verlorene Verkaufstag kostet die Einzelhändler laut HDE Umsätze in Höhe von rund 700 Millionen Euro. «Viele Händler wissen nicht mehr,…