Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca hat seinen Gewinn im Corona-Jahr 2020 verdoppelt. Unter dem Strich stand 2020 ein Plus von 3,2 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr demnach im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent auf 26,6 Milliarden Dollar.

AstraZeneca gehört zu den Unternehmen, die einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt haben. In Deutschland und mehreren anderen europäischen Ländern ist die mit der Universität Oxford entwickelte Vakzine allerdings bislang nur für Menschen unter 65 Jahren zugelassen.

Hinzu kommt: Gegen die in Südafrika verbreitete Corona-Variante B.1.351 schützt der Impfstoff von AstraZeneca nicht vollständig. Das Unternehmen streitet sich außerdem noch mit der EU-Kommission über seine Lieferverpflichtungen, an die EU sollen statt der geplanten 80 Millionen Dosen erst mal nur 40 Millionen geliefert werden, Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen steht wegen der vorausgegangenen Verhandlungen in der Kritik.

Corona-Impfstoff noch nicht in Prognosen

In den Prognosen für das laufende Jahr sind Geschäfte mit dem Corona-Impfstoff noch nicht enthalten. Dessen Produktion soll nun auch mit der deutschen Firma IDT Biologika ausgeweitet werden.

Gute Geschäfte haben AstraZeneca vergangenes Jahr besonders neue Therapien gegen Krebs beschert. Zugleich sanken die Kosten etwa für die Forschung und Entwicklung sowie für die Verwaltung. »Wir haben im vergangenen Jahr einen deutlichen Schritt vorwärts gemacht«, sagte Konzernchef Pascal Soriot laut Mitteilung. Die vereinbarte Übernahme des US-Wettbewerbers Alexion für satte 39 Milliarden Dollar werde AstraZenecas Entwicklung wissenschaftlich und kommerziell weiter beschleunigen.

Das um Sonderfaktoren bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) kletterte um 15 Prozent auf 4,02 Dollar. Damit traf der Konzern die eigenen Ziele und auch die Erwartungen der Analysten. Die Anleger erhalten wie im Vorjahr eine stabile Dividende von insgesamt 2,80…