Die Sorge vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus bleibt bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland auch während des zweiten Shutdowns unverändert hoch: Im Januar äußerte mehr als jeder dritte befragte Beschäftigte (35 Prozent) die Befürchtung, sich bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin mit dem Coronavirus anzustecken. Die Angst ist trotz der Verschärfung der Corona-Maßnahmen nicht geringer geworden, wie eine Umfrage des Portals Lohnspiegel.de ergab, das vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung betreut wird.

Die Daten beruhen auf einer kontinuierlichen Online-Umfrage unter rund 34.000 Erwerbstätigen in Deutschland, die seit April 2020 kontinuierlich durchgeführt wird. Die Umfrage ist nicht repräsentativ, erlaubt aber aufgrund der hohen Fall­zahlen detaillierte Einblicke in die Arbeitsbedingungen in Deutschland.

Besonders verbreitet ist demnach die Sorge vor einer Ansteckung bei Beschäftig­ten, die in ihrem Beruf regelmäßig engen Kontakt zu anderen Menschen haben und auch bei sorgfältigem Arbeitsschutz besonders exponiert sind. So haben seit Beginn des zweiten Shutdowns am 2. November 2020 mehr als die Hälfte der Befragten aus den Bereichen Erziehung und Soziales (57 Prozent) und den medizinischen Gesund­heitsberufen (52 Prozent) angegeben, Sorgen vor einer berufsbedingten Ansteckung zu haben. Es folgen die Verkaufsberufe (47 Prozent) sowie die nichtmedizi­nischen Gesundheitsberufe (46 Prozent), zu denen beispielsweise Alten­pflegerinnen und Altenpfleger gehören.

Arbeitsschutzmaßnahmen nicht überall ausreichend

Aber auch in Berufsfeldern mit geringerem Risiko gibt es laut der Umfrage viele Mitarbeitende, die Angst vor einer Ansteckung haben. Hierzu zählen Beschäftigte in Produktion und Fertigung (31 Prozent), in Informatik und Kommunika­tionstechnologie (28 Prozent) sowie in den klassischen Bürotätigkeiten aus dem Bereich Unternehmensführung und ‑organisation (29…