In Afghanistan ist es erneut zu einem tödlichen Anschlag gekommen – wie so oft in den vergangenen Wochen. Beim Beschuss eines Konvois der Uno-Unterstützungsmission (Unama) sind nun fünf Sicherheitskräfte getötet worden.

Der Angriff habe sich auf der Straße zwischen Jalalabad und der Hauptstadt Kabul ereignet, berichtete die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Sicherheitskreise. Nach dem Beschuss sei ein Fahrzeug der Sicherheitskräfte von der Straße abgekommen und in den Fluss Kabul gestürzt.

Uno-Mitarbeiter seien nicht verletzt worden; auch Fahrzeuge der Organisation seien unbeschädigt geblieben, schrieb Unama auf Twitter. Es ist unklar, wer hinter dem Angriff steckt und ob er der Uno oder ausschließlich den Sicherheitskräften galt. Die Taliban bestritten laut der Nachrichtenagentur Reuters eine Beteiligung an dem Vorfall.

Afghanistan sollte durch ein Abkommen zwischen den militant-islamistischen Taliban und der vom Westen gestützten Regierung eigentlich befriedet werden. Zuletzt nahm die Gewalt in dem Land jedoch zu. Allein am Donnerstag gab es laut Reuters mehrere Tote bei Anschlägen in den Provinzen Kunar und Nangarhar. In der Provinz Faryab wurde ein Journalist angeschossen.

Nicht immer ist klar, welche Gruppierung hinter den Anschlägen steckt. Neben den Taliban ist auch die Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) in Afghanistan aktiv. Attacken auf internationale Truppen oder Vertreter des Auslands hatten laut Reuters zuletzt abgenommen.