Angela Merkel versucht alles, um den harten Lockdown zu verlängern. Doch einige Länderchefs und der Frust in der Bevölkerung stellen sich dagegen. Deshalb ist die Kanzlerin in der Frage von Schul- und Kitaöffnungen zu Kompromissen bereit.

Es ist ein Spagat, der Angela Merkel gelingen muss. Einerseits wächst mit den endlich sinkenden Infektionszahlen in Bevölkerung und Wirtschaft die Ungeduld: Wann kann das Land nach monatelangem Lockdown wieder hochfahren? Wann öffnen Geschäfte und Restaurants – und ist so eine Massenpleite noch zu verhindern? Auf der anderen Seite, so glaubt die Kanzlerin, lauern die aggressiven und heimtückischen Mutationen des ohnehin gefährlichen Coronavirus.

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Sieben Monate vor der Bundestagswahl steht ausgerechnet die eher als kühl und den Fakten zugeneigt geltende Kanzlerin in der Corona-Krise vor der schweren Aufgabe, den Deutschen einen weiteren „Kraftakt“, wie sie es selbst nennt, abzuverlangen: die erneute Verlängerung des Lockdowns mit vielen Unannehmlichkeiten bis mindestens Anfang März.