Der Pharmakonzern Merck und das französische Pasteur-Institut stoppen ihr Projekt für einen gemeinsamen Corona-Impfstoff. Erste Tests hätten bei zwei Impfstoffkandidaten eine zu geringe Wirksamkeit ergeben, teilten die Unternehmen überraschend mit.

Das Mittel sollte auf der Basis eines Impfstoffs gegen Masern entwickelt werden. Die Immunantworten bei dem gemeinsamen Impfstoff-Projekt waren laut dem Pasteur-Institut »schwächer als die bei natürlich genesenen Corona-Patienten und bei bereits zugelassenen Impfstoffen«.

Das Pasteur-Institut will sich nun nach eigenen Angaben auf andere Mittel gegen das Coronavirus konzentrieren, die aber noch in der Anfangsphase sind. Das Pharmalabor von Merck beendet nach eigenen Angaben noch ein weiteres Forschungsprojekt für einen Covid-19-Impfstoff, ebenfalls wegen zu geringer Wirksamkeit.

Das Pasteur-Institut will sich nach eigenen Angaben nun auf andere Mittel gegen das Coronavirus konzentrieren, die aber noch in der Anfangsphase sind. Auch Merck will an zwei weiteren Wirkstoffen forschen.

Im Dezember hatte bereits der französische Pharmakonzern Sanofi Probleme bei der Impfstoff-Forschung eingeräumt. Das Mittel von Sanofi soll nun frühestens Ende 2021 bereitstehen.

Die Rückschläge bei der Impfstoffentwicklung verdeutlichen, wie schwierig die Produktion einer neuen Vakzine ist – und dass die Erfolge bei den ersten zwei zugelassenen Impfstoffen von Moderna sowie Pfizer und Biontech kein Selbstläufer sind.

Icon: Der Spiegel