In einer Talkrunde bei der Audio-App Clubhouse plaudert Thüringens Regierungschef über die Bund-Länder-Schalten zur Corona-Pandemie – und liefert eine Steilvorlage für Kritik.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow ist mit einer Talk-Plauderei über die Bund/Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie in die Kritik geraten.

Der Linke-Politiker hatte in dem Format der neuen App Clubhouse berichtet, dass er sich bei den oft stundenlangen Ministerpräsidentenkonferenzen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit einem Smartphone-Spiel entspannt. Zu späteren Behauptungen, er habe die Kanzlerin in der Talkrunde als «Merkelchen» bezeichnet, sagte er der Deutschen Presse-Agentur, es seien Versatzstücke aus dem Kontext gerissen worden. Bei einem erneuten Auftritt in der App am Sonntag entschuldigte sich Ramelow für seine Äußerungen und machte deutlich, dass er mit dem Audio-Portal künftig vorsichtiger umgehen werde.

«Ab sofort, wenn ich jetzt dieses Format anmache, merke ich, im Hinterkopf habe ich jetzt die Lernkurve von vorgestern und gestern», sagte der Linke-Politiker. Die Analyse eines Mediendienstes, dass der Feind stets mithöre, habe er nun hinsichtlich der App verinnerlicht.

Thüringens CDU-Chef Christian Hirte warf Ramelow Respektlosigkeit und Verantwortungslosigkeit vor. «Entweder ist es Ausdruck von Arroganz der Macht oder Amtsmüdigkeit», schrieb Hirte am bei…