Die kommende Woche bringt für Tausende Menschen in Deutschland eine Enttäuschung: Bereits festgesetzte Termine für eine Immunisierung mit dem Covid-19-Impfstoff von Biontech und Pfizer – teils aufwendig über Hotlines ergattert – müssen abgesagt werden. Der Grund sind Umbauarbeiten im belgischen Pfizer-Werk Puurs, die zwar langfristig die Produktionskapazitäten erhöhen sollen, aber kurzfristig zu Lieferengpässen führen.

Konkret heißt das: Bekamen die Bundesländer in dieser Woche noch 842.400 Impfdosen, liefert Pfizer in der Woche ab dem 25. Januar nur 485.550 Dosen. Auch in den zwei Wochen danach stehen Hunderttausende Dosen weniger zur Verfügung. Dafür sollen die Kapazitäten in der Woche ab dem 22. Februar wieder steigen, auf mehr als 900.000.

Erst die zweite Dosis sorgt für den hohen Schutz von 95 Prozent

Wegen des kurzfristigen Lieferengpasses müssen nun Termine verschoben werden. Besonders Menschen, die schon eine erste Impfung erhalten haben, sind nun besorgt, sie könnten die erforderliche zweite Dosis deutlich später erhalten als vorgesehen. Wären die Betroffenen dann weniger geschützt?

Sicher ist: Erst die zweite Dosis sorgt für den hohen Schutz von 95 Prozent. Im Optimalfall liegen zwischen der ersten und zweiten Impfung mit dem Biontech-Mittel 21 Tage. Denn genau diese Zeitspanne war in der groß angelegten Studie mit mehr als 40.000 Probanden getestet worden. Experten rechnen jedoch nicht damit, dass die Wirksamkeit rapide abfällt, wenn der zweite Impftermin etwas später stattfindet.

Das Mittel von Moderna wurde beispielsweise in einem Abstand von 28 Tagen zwischen erster und zweiter Dose getestet. Das ist auch der Grund, warum die zwei Dosen des Impfstoffs in diesem Zeitfenster gegeben werden sollen. Die Vakzine basiert auf demselben Prinzip wie das Mittel von Biontech und Pfizer und schützt laut Studienergebnissen ebenso zuverlässig.

Selbst wenn die zweite Impfdosis erst zwölf Wochen nach der ersten Impfung gegeben wird, halten viele…