Das belegt eine vorigen Monat im Fachblatt »Obesity« veröffentlichte Studie. Ungefähr 27 Prozent von knapp 8000 befragten Menschen sind demnach im ersten Lockdown (April bis Anfang Mai) dicker geworden; 44 Prozent schliefen schlechter als früher.

Dies gefährdet nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Hoffnung, mithilfe der Impfung die Pandemie endlich zu überwinden: Je schlechter es einem Menschen geht, desto schlechter wird eine Impfung bei ihm wirken. Diesen wichtigen Hinweis geben Forscher der Ohio State University in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift »Perspectives on Psychological Science«.

Die Wissenschaftler haben 49 Studien aus den vergangenen 30 Jahren zu Impfstoffen analysiert und entdeckt: Stress, Depressionen und ungesunde Lebensweise beeinträchtigten den Nutzen der Impfung. Das Ausmaß der Einbuße war schwer abzuschätzen, aber Antikörper entstanden mitunter erst mit einer Verzögerung oder sie wirkten nicht besonders lange. Unerwünschte Nebenwirkungen der Impfung dagegen waren mitunter schwerer ausgeprägt.

Die Erkenntnisse können eine Perspektive eröffnen und helfen, einen noch strengeren Lockdown besser zu überstehen. Die Psychologen aus Ohio empfehlen, sich gesünder zu ernähren, sich wieder mehr zu bewegen und gegen den Stress zu meditieren. Die gute Nachricht ist: Dazu ist es nie zu spät. Die Effekte treten schnell ein und können das Immunsystem regelrecht verjüngen.

Herzlich

Ihr Jörg Blech

(Feedback & Anregungen?) 

Abstract

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Er war so lang wie eine Boeing 737 und wog sogar noch mehr: Argentinische Paläontologen haben einige Knochen eines Dinosauriers gefunden, der von Schnauze bis Schwanzspitze fast 37 Meter maß, rund hundert Tonnen auf die Waage brachte und womöglich das größte Tier in der Geschichte des Lebens war.

Was treibt Impfgegner an – und warum gibt es davon gerade in Deutschland so viele? Mein Kollege Jörg Römer hat zu diesen Fragen ein sehr spannendes Interview mit einer Anthropologin…