Rat vom Jobcoach
Wer hilft, wenn das Leben nur noch aus Arbeit und der Pflege der Mutter besteht?

Die Doppelbelastung aus Beruf und Pflege von Angehörigen kann leicht zu viel werden

© PeopleImages / Getty Images

Frau Z. muss ihre demente Mutter pflegen, bekommt Druck auf der Arbeit und gerät immer mehr an ihre Grenzen. Beraterin Reinhild Fürstenberg erklärt, wie sie aus dem Teufelskreis der Doppel- und Überbelastung ausbrechen kann.

Von Reinhild Fürstenberg

Wer Angehörige pflegt und dabei noch berufstätig ist, leidet in der Coronazeit besonders. Die Zusatzbelastung für Eltern, die Einschränkungen bei Arztbesuchen und die Schwierigkeit, trotz Quarantänemaßnahmen an zuverlässiges Pflegepersonal zu kommen, strikte Besuchsregelungen und minimiertes Freizeitangebot für Senior*innen verschärfen die ohnehin angespannte Situation.

Dabei bleibt bei den pflegenden Angehörigen häufig der Job auf der Strecke, von persönlichen Wünschen und Bedürfnissen ganz zu schweigen. Obwohl viele an die Grenzen der Belastbarkeit gehen, ernten sie wenig Dank und Anerkennung. Die Erwartungen der Gesellschaft und der zu Pflegenden selbst, der Wunsch es gut zu machen, empathisch zu bleiben und auch die körperliche Belastung führen in einen Teufelskreis, aus…