Nach Biontech und Pfizer hat nun auch der zweite Hersteller des Corona-Impfstoffs Lieferprobleme: AstraZeneca wird zunächst weniger Dosen an die EU liefern als geplant.

Sollte der britisch-schwedische Konzern die Zulassung von der EU erhalten, werde die Menge zu Beginn niedriger sein, sagte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatte die »Bild«-Zeitung darüber berichtet.

Man habe geringere Erträge an einem Produktionsstandort »innerhalb der Lieferkette« erzielt, heißt es. Außerdem berichtete »Bild«, dass der Impfstoff nach den Mutationen in einigen Ländern angepasst werden müsse. Bereits auf Halde produzierte Impfstoffmengen könnten deshalb womöglich nicht ausgeliefert werden. Zudem seien die Auswirkungen auf die Produktion nach einem Brand in einem Werk in Indien noch nicht klar.

Zu Verzögerungen bei der Lieferung soll es aber nicht kommen.

Kommende Woche Zulassung in der EU erwartet

Der Hersteller hat zusammen mit der britischen Universität Oxford einen Impfstoff entwickelt, der in Großbritannien bereits genutzt wird. Für kommende Woche wird auch eine Zulassung in der Europäischen Union erwartet. Nach der Zulassung wird klar, wie viel Impfstoff wann zusätzlich für Deutschland zur Verfügung steht.

Zuvor hatte schon der US-Konzern Pfizer mitgeteilt, weniger Dosen des gemeinsam mit Biontech produzierten Impfstoffs in die EU liefern zu können. Grund sind Ausbauarbeiten an einer Produktionsanlage.

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