«Wir haben es satt»
Forderungen nach grundlegender Agrarwende

Aktivisten des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund) bei einem Protest in Berlin gegen die aktuelle Agrar- und Ernährungspolitik Deutschlands. Foto: Christoph Soeder/dpa

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Normalerweise kommen Tausende, um gegen Riesenställe und Chemie auf dem Acker zu demonstrieren – wegen Corona fiel das diesmal kleiner aus. Der Streit um den Kurs der Landwirtschaft geht aber weiter.

Vor der – diesmal nur digitalen – Agrarmesse Grüne Woche in Berlin dringen Umwelt- und Verbraucherschützer auf ein radikales Umsteuern der Landwirtschaft.

Die Organisation Foodwatch kritisierte, «inakzeptable Zustände» in der Tierhaltung, beim Umwelt-, Klima- und Arbeitsschutz machten niedrige Preise überhaupt erst möglich, wie Geschäftsführer Martin Rücker der Deutschen Presse-Agentur sagte. In der Hauptstadt zogen Demonstranten unter dem Motto «Wir haben es satt» mit rund 30 Traktoren bis zum Kanzleramt. Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) wandte sich gegen pauschale Vorwürfe an die Landwirte.

Foodwatch-Chef Rücker sagte: «Wenn uns der Wettbewerb im Einzelhandel günstige Lebensmittelpreise beschert, dann ist dies aus…