Pharmazie-Professor warnt
Covid-19-Simulation: Lockdown bis Ende Januar reicht nicht

Der Saarbrücker Pharmazie-Professor Thorsten Lehr steht vor einem Bildschirm mit einer von ihm entwickelten Simulation der Corona-Entwicklung. Foto: Iris Maria Maurer/dpa

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Die Zahl der Corona-Neuinfektionen geht nicht so weit herunter, wie von Politik und Wissenschaft gewünscht. Ein Experte aus Saarbrücken mahnt eine weitere «Reduktion des Infektionsgeschehens» an und verweist auf seinen «Covid-Simulator».

Der von Politikern verfolgte Zielwert bei Corona-Neuinfektionen für ein Lockdown-Ende wird nach Berechnungen des Saarbrücker Pharmazie-Professors Thorsten Lehr Ende Januar wohl nicht erreicht.

«Die Chance ist extremst gering bis nicht vorhanden», sagte Lehr der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Er ging davon aus, dass die angestrebte Rate von 50 bei Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen frühestens Mitte Februar möglich sei. «Und das wäre eine optimistische Vorhersage.»

Der Professor für Klinische Pharmazie an der Universität des Saarlandes hat mit seinem Forscherteam einen «Covid-Simulator» entwickelt, der das Infektionsgeschehen in Deutschland berechnet und…