von Jan Boris Wintzenburg
16.01.2021, 15:39 Uhr

Vom prolligen Pony zum elektrischen Zugpferd: Mit dem Mustang Mach e setzt Ford zum Galoppsprung in die Zukunft an. Das erste echte E-Auto des Traditionskonzerns ist gelungen – auch wenn der Name auf die falsche Fährte führt. Eine Ausritt durch Eis und Schnee.

Dass ich mich einmal für einen Ford Mustang begeistern würde, hätte ich nie gedacht: Die Originalversion des Autos mit dem rennenden Pferd am Grill begründete einst die Kategorie der so genannten „Pony-Cars“: Das sind für amerikanische Verhältnisse kleine Coupés mit zwei Türen, Fließheck und fettem V8 mit reichlich Hubraum unter der Haube. Pony-Cars sind seit den 60er Jahren eine der günstigsten Arten, das Blubbern eines Achtzylinders zu hören. 

Bis heute wird der Ford Mustang in dieser anachronistischen Konfiguration angeboten, aber nur in homöopathischen Dosen in Europa verkauft. Zu unpraktisch, zu ungezügelt und zu umweltschädlich. Die aktuelle Version des Mustang, der Mach 1, hat 460 PS und verbraucht offiziell, also im Schongang, bereits 13,6 Liter Sprit. Mit einem CO2-Ausstoß von 312 g je Kilometer ein Dinosaurier.

Ein Name aus den 60er Jahren

Als Ford also ankündigte, auch noch einen Mustang Mach e auf die Straße zu bringen,…