Erling Haaland wollte nur noch in die Kabine. Nicht das erste Mal in dieser Saison hatte Borussia Dortmund eine Enttäuschung hinnehmen müssen. Und der Norweger war sichtlich angefressen darüber. Der BVB kam nicht über ein 1:1 gegen das Kellerkind Mainz 04 hinaus und verpasste es wieder einmal, näher an die Tabellenspitze heran zu rücken. Nur eines der letzten fünf Heimspiele konnte der BVB gewinnen. „Wir haben viel zu selten versucht, den Gegner zu bewegen. Aber die Mainzer haben das auch gut gemacht“, sagte BVB-Trainer Edin Terzic.  

Besonders tragisch für die Dortmunder: Innerhalb einer Minute und zwölf Sekunden hätten sie die Partie drehen können. Nach einer hoch überlegen geführten ersten Hälfte, in der sie Chance um Chance vergaben und immer wieder am bärenstarken Mainzer Torhüter Robin Zentner verzweifelten, lagen sie dann sogar und völlig überraschend in Rückstand. Levin Öztunali hatte die Mannschaft von Bo Svensson mit einem sehenswerten Distanzschuss (57.) in Führung gebracht. Dann kam die 73. Minute und Mainz verteidigte zweimal unglücklich. Erst ließ sich Moussa Niakhaté von Youssoufa Moukoko übertölpeln, dann misslang Philipp Mwene ein Befreiungsschlag. Der Ball fiel genau vor die Füße von Thpomas Meunier (73.), der aus elf Metern verwandelte.

Kaum war das Spiel wieder angepfiffen, entschied Schiedsrichter Sven Jablonski nach Foulspiel von Robin Hack an Meunier auf Elfmeter. Reus trat an und schoss neben das Mainzer Tor – sein zweiter Fehlschuss vom Elfmeterpunkt in Folge. „Das ist natürlich sehr enttäuschend, aber kein Vorwurf an Marco. Das gehört zum Sport dazu“, sagte Terzic. Für den BVB der nächste Rückschlag im Meisterschaftskampf, für die Mainzer dagegen ein großer Erfolg, die mit etwas mehr Glück bei ihren zwei Aluminium-Treffern nah dran waren, sogar mehr als mit einem Punkt aus Dortmund mitzunehmen. Die Rheinhessen haben nach dieser Leistung wieder Hoffnung im Abstiegskampf geschöpft. 

Weghorst trifft wieder…