von Marc Drewello
15.01.2021, 16:56 Uhr

In wenigen Tagen muss Donald Trump das Weiße Haus räumen. Dass ihm das gar nicht gefällt, bekommen seine verbliebenen Mitarbeiter und Weggenossen gerade deutlich zu spüren.

Am 20. Januar gegen zwölf Uhr mittags wird aus Donald Trump, dem mächtigsten Präsidenten der Welt, Donald Trump der Privatbürger. Für den narzisstischen 74-Jährigen, der die öffentliche Aufmerksamkeit braucht wie ein Fisch das Wasser, ein kaum zu ertragender Bedeutungsverlust. Hinzu kommen die Genickschläge, die Trump in den letzten Tagen einstecken musste:

Das US-Repräsentantenhaus hat sein Impeachment beschlossen und ihn damit zum ersten Präsidenten der US-Geschichte gemacht, gegen den zwei Amtsenthebungsverfahren eingeleitet wurden.Twitter, Facebook, Instagram und Youtube haben seine wichtigsten Verbindungen zur Öffentlichkeit gekappt.Eine kleine, aber wachsende Zahl von Republikanern hat sich von ihm abgewandt.Zahlreiche Berater und Amtsträger haben das Weiße Haus verlassen und die verbliebenen schweigen, statt ihn zu verteidigenDie Deutsche Bank und weitere Unternehmen wollen wegen seiner Rolle beim Sturm auf das Kapitol nicht länger mit ihm zusammenarbeiten.Der Verband der US-Berufsgolfer hat die für 2022 geplante Meisterschaft auf Trumps Golfanlage in Bedminster im Bundesstaat New Jersey abgesagt.