Seit knapp elf Wochen befindet sich Deutschland bereits im zweiten Shutdown. Die Maßnahmen haben sich langsam eingeschlichen, aber stetig: Zuerst mussten Restaurants, Bars und Freizeiteinrichtungen schließen, seit Mitte Dezember haben auch Geschäfte und Schulen geschlossen, seit Anfang Januar darf sich ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen. Nun könnte es noch härter kommen: Es droht der »Megalockdown«.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich bereits Anfang der Woche besorgt gezeigt und die Nation auf die härtesten Wochen der Pandemie eingestimmt. Denn während die ersten Impfstoff-Zulassungen im Dezember noch die Hoffnung schürten, dass der Spuk bald ein Ende haben könnte, tauchten gleichzeitig gefährliche Mutationen des Coronavirus in Festland-Europa auf.

Forscher haben derzeit vor allem eine Sorge: dass sich die Mutanten B.1.1.7 aus Großbritannien und B.1.351 aus Südafrika in Deutschland rasend schnell verbreiten. Beide Varianten sind bereits hierzulande nachgewiesen, bisher aber nur in wenigen Fällen. Doch die Befürchtung ist, dass die Dunkelziffer hoch ist, da sich die Mutationen schneller verbreiten als die ursprüngliche Variante. Der R-Wert, der angibt, wie viele weitere Menschen eine infizierte Person ansteckt, könnte dadurch auf mehr als 1,5 steigen, die Zahl der Infizierten würde also explodieren. Möglicherweise breiten sich die Mutationen auch stärker unter jüngeren Menschen aus.

Nun will sich Merkel früher als geplant mit ihren Ministerinnen und Ministern zusammensetzen, um weitere Maßnahmen zu beschließen. Doch wo kann man überhaupt noch weiter einschränken – und welche weiteren Verschärfungen bringen was? Der Überblick: