Ein Herzfehler, eine Allergie oder durchlittene Infektionen können richtig viel Geld kosten. Nämlich für alle, die eine private Krankenversicherung abschließen möchten. Bisweilen gnadenlose Gesundheitsfragebögen gehen einem Vertrag oft voraus. Mit ihnen muss eine Versicherung abschätzen, welche Krankheiten einem oder einer potenziellen Versicherten in Zukunft drohen – und wie teuer das für die Versicherung werden könnte. Daraus kann sie entweder Risikoaufschläge ableiten oder sogar einen Antragsteller oder eine Antragstellerin ablehnen. Nun ist eine neue Krankheit hinzugekommen, die zu massiven Problemen bei der Versicherung führen kann: Covid-19. 

Eine Abfrage des SPIEGEL bei fast allen großen Anbietern von privaten Krankenversicherungen zeigt ein klares Bild: Wer an der durch das Coronavirus ausgelösten Erkrankung Covid-19 leidet oder litt, kann etwa beim Abschluss einer privaten Krankenzusatzversicherung oder auch einer Vollversicherung von höheren Beiträgen betroffen sein. Manche Anbieter schließen sogar Ablehnungen nicht aus.