Weniger Masse, mehr Rendite
Neuer Renault-Chef legt Strategie vor

Luca de Meo ist seit gut einem halben Jahr Generaldirektor von Renault. Foto: Eric Piermont/AFP/dpa

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Seit dem Sturz von Autoboss Carlos Ghosn ist Frankreichs Autogigant Renault nicht aus der Krise gekommen. Topmanager Luca de Meo will nun das Ruder rumreißen. Dabei kommt wohl auch ein altes Modell zu unerwarteten Ehren.

Neuer Chef, neuer Kurs: Rund ein halbes Jahr nach seinem Start will Renault-Generaldirektor Luca de Meo heute seine Strategie für den krisengeplagten Autobauer präsentieren.

Der aus Italien stammende Topmanager hatte bereits deutlich gemacht, dass er weniger auf Masse setzt und stattdessen die Rendite in den Vordergrund stellt. Die Jagd auf Absatzrekorde, die der frühere Konzernchef Carlos Ghosn mit eiserner Hand verordnet hatte, wird damit endgültig der Geschichte angehören.

Bei Renault in Boulogne-Billancourt bei Paris hat der Plan von De Meo den schwer aussprechbaren Namen «Renaulution». Der Hersteller steckt seit längerer Zeit tief in der Krise. Er hatte bereits im vergangenen Jahr den Abbau von weltweit 15.000 Stellen und Kosteneinsparungen von rund 2 Milliarden Euro angekündigt. De Meo muss…