Siegfried Fischbacher sei am Mittwochabend in Las Vegas gestorben, berichtete die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Fischbachers Schwester, die in München lebende Nonne Schwester Dolore. Der Magier wurde 81 Jahre alt.

Siegfried und Roy, das war stets eine große Nummer unter dem Zirkusdach. Ihr Erfolgsrezept war eine Mischung aus Raubkatze, Mensch und Zauberei. Erst in Hollywood, später in Las Vegas kam kein Besucher an ihrer Show vorbei. Das Spektakel „Siegfried and Roy at the Mirage Hotel and Resort“ um weiße Tiger, Löwen, Akrobatik und Glamour brachte den Magiern und Dompteuren aus Deutschland Millionen ein – bis zu Roy Horns tragischem Unfall am 3. Oktober 2003. Damals griff ihn sein Tiger „Montecore“ während einer Bühnenshow an und verletzte ihn schwer.

Siegfried & Roy in den 1990ern

Noch am Vorabend hatte das Duo Horns 59. Geburtstag und 43 Jahre Partnerschaft gefeiert. Kennengelernt hatten sich die beiden 1960 auf einem Kreuzfahrtschiff: Horn, der aus Nordenham nahe Bremerhaven stammte, arbeitete dort als Page, während der gebürtige Rosenheimer Fischbacher als Entertainer auftrat. Gemeinsam reisten sie fortan durch die Welt. Nach Engagements in Bremen, Paris, Monte Carlo und auf Puerto Rico ließen sie sich Anfang der 1970er-Jahre in Las Vegas nieder.

„Siegfried und Roy“ als Publikumsmagnet

Der Unfall von Las Vegas brachte schlagartig das Aus für die Magier-Show von Siegfried und Roy. Bis dahin hatte das Duo, das auch als Paar auf einem „Little Bavaria“ genannten Anwesen bei Las Vegas zusammenlebte, Jahresgagen von mehr als 50 Millionen Dollar eingestrichen. Siegfried und Roy waren ein Publikumshit. Was die Zuschauer faszinierte, war das Zusammenspiel von Raubkatze und Mensch, gespickt mit Zaubertricks und optischen Täuschungen.

Siegfried und Roy bei einem Auftritt mit zwei Tigern 1978 im Stardust-Casino in Las Vegas

„Ich habe die Tiere nach Qualitäten benannt, die ich anstrebe. Meine weißen Löwen heißen Stolz, Freude, Leidenschaft, Vorsehung und…