Schlussvortrag
Verteidiger des Hauptangeklagten plädieren im Lübcke-Prozess

Der Vorsitzende Richter Thomas Sagebiel sitzt mit seinen beisitzenden Richtern an einem weiteren Verhandlungstag im Gerichtssaal des Oberlandesgerichts Frankfurt. Foto: Thomas Lohnes/AFP Pool/dpa

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Die Vorwürfe gegen Stephan Ernst sind schwer, die Anklage fordert die Höchststrafe für den mutmaßlichen Mörder von Walter Lübcke. Welche Argumente bringen die Verteidiger für ihren Mandanten?

Im Prozess um den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke haben heute die Verteidiger des Hauptangeklagten Stephan Ernst mit ihrem Schlussvortrag das Wort.

Der 47 Jahre alte Deutsche soll den CDU-Politiker im Juni 2019 auf der Terrasse von dessen Wohnhaus erschossen haben. Die Bundesanwaltschaft, die von einem rechtsextremistischen Motiv ausgeht, hatte in ihrem Plädoyer im Dezember lebenslange Haft wegen Mordes unter Feststellung von besonderer Schwere der Schuld mit anschließender Sicherheitsverwahrung beantragt – die höchste im deutschen Strafrecht mögliche Bestrafung. Ernst wird außerdem ein Messerangriff auf einen irakischen Flüchtling im Januar 2016 vorgeworfen. Der Mann erlitt dabei schwere Verletzungen.