E-Commerce
Der Online-Lebensmittelhandel boomt – nur Aldi und Lidl tun sich schwer

Lebensmittel-Lager von Amazon fresh

© Monika Skolimowska / DPA

Immer mehr Menschen bestellen Lebensmittel online, auch wegen der Corona-Krise. Etablierte Händler und kleine Start-ups kämpfen mit großem Einsatz um Marktanteile – Geld verdient aber noch keiner.

Er gehört zu den größten Gewinnern der Corona-Krise: der Online-Lebensmittelhandel. In den vergangenen drei Monaten kauften die Bundesbürger nach den Zahlen des E-Commerce-Bundesverbandes BEVH fast doppelt so viel an Nudeln, Fleisch, Obst und Gemüse im Internet wie ein Jahr zuvor. Ein Milliardenmarkt entsteht – und viele wollen ein Stück davon abhaben. 

„Im Augenblick wird das Wachstum des Online-Lebensmittelhandels eher durch die knappen Kapazitäten der Händler begrenzt als durch die Nachfrage“, urteilt Kai Hudetz, Geschäftsführer des Instituts für Handelsforschung (IFH) in Köln. Nachdem die Bundesbürger den Online-Lebensmittelhändlern jahrelang die kalte Schulter gezeigt hatten, rennen sie ihnen in Zeiten der Pandemie die Türen ein. Zeitweise mussten mehrere Händler schon Aufnahmestopps für Neukunden verhängen. 

Rewe liegt derzeit vorn