Ministerpräsident Winfried Kretschmann muss um die Vormachtstellung seiner Grünen in Baden-Württemberg bangen. Rund zwei Monate vor der Landtagswahl am 14. März liegen die Grünen und die mitregierende CDU gleichauf. Eine repräsentative Erhebung des Instituts Insa für die »Bild«-Zeitung ergab für beide Parteien jeweils eine Zustimmung von 30 Prozent.

Insa befragte vom 5. bis zum 11. Januar 1010 Wahlberechtigte. Schon in vorangegangenen Umfragen hatte das Institut die Parteien nah beieinander gesehen, Infratest dimap ermittelte für den Südwestrundfunk (SWR) hingegen stets einen Vorsprung für die Grünen.

SPD und AfD kommen demnach auf jeweils zwölf Prozent, die FDP erreichte acht Prozent. Die Linke wäre mit vier Prozent weiter nicht im Stuttgarter Landtag vertreten.

Gegen Kretschmann tritt für die CDU Kultusministerin Susanne Eisenmann als Spitzenkandidatin an.

CDU in Rheinland-Pfalz weiter deutlich vor SPD

In Rheinland-Pfalz liegt die oppositionelle CDU dagegen offenbar weiter deutlich vor der regierenden SPD. Dort wird auch am 14. März gewählt. In einer Erhebung des Instituts Infratest dimap für den SWR erreichten die Christdemokraten mit ihrem Spitzenkandidaten Christian Baldauf 33 Prozent, während die Sozialdemokraten von Ministerpräsidentin Malu Dreyer auf 28 Prozent kamen.

Die CDU verlor damit im Vergleich zum Dezember einen Punkt, während der SPD-Wert sich nicht veränderte.

Die Grünen blieben bei 15 Prozent, die FDP gewann einen Punkt auf sechs Prozent hinzu. Beide Parteien regieren derzeit mit der SPD in einer Ampelkoalition, die der Umfrage zufolge auch weiterhin eine Mehrheit hätte. Ebenfalls möglich wären eine schwarz-rote oder eine schwarz-grüne Koalition sowie ein Jamaika-Bündnis aus CDU, Grünen und FDP.

Die AfD verlor in der neuen repräsentativen Umfrage einen Punkt auf acht Prozent. Die Linke würde mit unverändert drei Prozent erneut nicht in den Mainzer Landtag einziehen. Infratest dimap befragte vom 8. bis zum 12. Januar 1001…