Innerhalb der letzten 24 Stunden meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) 1244 Todesfälle – ein neuer Rekordwert. Zudem meldeten die Gesundheitsämter bundesweit 25.164 Neuinfektionen. Die Einhaltung der Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland ist nach Einschätzung von RKI-Präsident Lothar Wieler derzeit „wichtiger denn je“. Es sei noch nicht abschätzbar, wie sich die auch in Deutschland aufgetretenen Mutationen des Coronavirus verbreiteten, sagte Wieler in Berlin. Deshalb appellierte er nochmals eindringlich zum Verzicht auf nicht notwendige Reisen.

Wieler rief auch dazu auf, dass mehr Menschen zum Schutz vor Ansteckungen im Homeoffice arbeiten sollten. „Jetzt schützt die Heimarbeit die Gesundheit von uns allen – dazu brauchen wir noch mehr verantwortungsvolle Arbeitgeber“, sagte Wieler. 

RKI will härtere Maßnahmen

Der RKI-Präsident kritisierte die derzeit geltenden Einschränkungen als nicht ausreichend – „diese Maßnahmen, die wir jetzt machen – für mich ist das kein vollständiger Lockdown, es gibt immer noch zu viele Ausnahmen.“ Wieler befürwortete eine Verschärfung als „Option“.

Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek

Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, zeigt sich zuversichtlich bei der Dauer des Impfschutzes einer Corona-Impfung. „Ich glaube, dass der Impfschutz für einen längeren Zeitraum anhalten wird, aber wir müssen hierzu noch auf weitere Daten warten“, sagte der Biochemiker der Deutschen Welle. Tests bei Affen hätten gezeigt, „dass schon ein niedriges Level von neutralisierenden Antikörpern ausreicht, um uns vor dem Virus zu schützen“.

Das Paul-Ehrlich-Institut ist in Deutschland als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel zuständig. Es untersucht die Qualität von Impfstoff-Chargen und gibt sie frei.
 

Manuela Schwesig, die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, mahnt mehr Tempo bei den Impfungen an

Mecklenburg-Vorpommerns…