Es sind schon bizarre Szenen, die sich derzeit an der niederländischen Grenze bei Rotterdam abspielen. 

 

»Ist überall Wurst auf den Broten?«

»Ja.«

»Ja? Ok, dann müssen wir alle beschlagnahmen.«

»Wirklich? Kann ich die Wurst runternehmen und die Brote behalten?«

»Nein, alles wird beschlagnahmt. So ist das mit dem Brexit. Tut uns leid.«

»Oh Gott.«

 

Seit dem Brexit gilt Großbritannien aus EU-Sicht als Drittland. Für Reisende aus dem Vereinigten Königreich heißt das, sie dürfen weder Fleisch oder Fisch noch Milchprodukte oder Gemüse einführen.

 

Auch in anderen Bereichen gelten nun strenge Regeln. So müssen Fischer deutlich mehr Formulare ausfüllen, wenn sie Meeresfrüchte in die EU exportieren wollen.

Durch die strengeren Kontrollen kommt es zudem zu längeren Wartezeiten an den Grenzen. Statt 24 Stunden dauert es nun drei Tage, bis beispielsweise schottischer Fisch Frankreich erreicht.