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Insolventer Finanzdienstleister
Wegen verdächtiger Transaktionen: Commerzbank begann schon im Mai 2019 mit Ausstieg aus Wirecard-Geschäft

Die Commerzbank zog sich nach Recherchen von stern und „Capital“ aus ihren Geschäften mit Wirecard zurück, als Bafin und Bundesregierung den Finanzdienstleister noch förderten

© Daniel Reinhardt / DPA

von Hans-Martin Tillack
sowie
von Thomas Steinmann
13.01.2021, 18:15 Uhr

Während die Bundesregierung dem heute bankrotten Zahlungsdienstleister im Jahr 2019 noch die Treue hielt, begann die teilstaatliche Commerzbank bereits im Mai 2019 mit einem „Soft-Exit“ im Geschäft mit Wirecard. Den Bankern waren „kritische und ungeklärte Transaktionen“ aufgefallen.

Hans-Martin Tillack und Thomas Steinmann

Die Commerzbank ist bis heute teilweise in Staatsbesitz. Dass auch sie wegen der Pleite des Finanzdienstleisters Wirecard Geld verlor, und zwar insgesamt 175 Millionen Euro, trifft deshalb indirekt auch ein bisschen die Steuerzahler. Deshalb können sich Martin Zielke und Marcus Chromik am Donnerstag als Zeugen im Wirecard-Untersuchungsausschuss des Bundestages auf kritische Fragen einstellen – Zielke als ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Bank, Chromik als ihr…