Windkraft zu Wasserstoff wandeln: Die Bundesregierung gibt bis 2025 weitere rund 700 Millionen Euro für die Forschung im Bereich Wasserstoff aus. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek stellte dazu drei Leitprojekte vor, die gefördert werden sollen. Sie wurden im Rahmen des Ideenwettbewerbs »Wasserstoffrepublik Deutschland« ausgewählt, mehr als 230 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft beteiligen sich dem Haus der CDU-Politikerin zufolge an den drei Konsortien, darunter auch Großunternehmen. Gefördert werden sollen:

Eine Offshore-Erzeugung von grünem Wasserstoff und anderen »Power-to-X«-Produkten, also zur Speicherung oder anderweitigen Nutzung von Stromüberschüssen, ist »bis dato einmalig« und besitze »das Potenzial, eine weltweite Leuchtturmwirkung aus Deutschland heraus zu entfalten«, wie das »Handelsblatt« unter Berufung auf das Ministerium berichtet.

Projekte sollen im Frühjahr starten

Wasserstoff kann Brennstoffzellen von Lastwagen betreiben, und dient als Grundlage für gasförmige und flüssige Brennstoffe. Er gilt in Deutschland als wichtiger Bestandteil für die Energie- und Mobilitätswende, um langfristig Klimaneutralität zu erreichen. Der Bund hatte hierzu im Sommer 2020 bereits eine milliardenschwere nationale Wasserstoffstrategie präsentiert. Allerdings wird Wasserstoff noch häufig aus Erdgas produziert, bei dem es sich noch um einen fossilen Brennstoff handelt – und der Bedarf wächst.

Neben dem Ausbau in Deutschland setzt die Bundesregierung auch auf internationale Partnerschaften, zwei der insgesamt neun Milliarden Euro aus dem Corona-Konjunkturpaket sind dafür vorgesehen. Anlass zu großen Hoffnungen gibt etwa eine Anlage in Marokko. Hier soll die erste industrielle Anlage für »grünen Wasserstoff« in Afrika entstehen.

»Wir wollen Deutschland zum Leitmarkt und zum globalen Leitanbieter für Wasserstofftechnologien machen«, sagte Karliczek zu der nun angekündigten Forschungsförderung. Wasserstoff hat den Vorteil, dass er…