Der designierte US-Präsident Joe Biden hat Samantha Power als künftige Chefin der Entwicklungsbehörde USAID nominiert. Power ist die frühere Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen. Biden bezeichnete Power in einer Erklärung vom Mittwoch als »eine weltweit bekannte Stimme der moralischen Klarheit«. Sie werde eine »mächtige Stimme für die Verletzlichen« sein und zu einer neuen Epoche des »menschlichen Fortschritts und der Entwicklung« beitragen.

Die 50 Jahre alte Power war von 2013 bis 2017 unter US-Präsident Barack Obama Botschafterin bei den Vereinten Nationen in New York, eine herausgehobene diplomatische Position im Kabinettsrang. Zuletzt lehrte sie an der Elite-Uni Harvard. Der US-Senat muss Power noch im Amt bestätigen. Sie soll in ihrer künftigen Funktion Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats der USA werden.

USAID hat ein jährliches Budget von rund 20 Milliarden US-Dollar (etwa 16,5 Milliarden Euro). Unter der Regierung des scheidenden Präsidenten Donald Trump hatte die Entwicklungspolitik an Bedeutung verloren. Trump machte sich für eine Kürzung der finanziellen Mittel stark. Der Demokrat Biden will den Bereich nach seiner Amtsübernahme wieder aufwerten.

Icon: Der Spiegel