«Politikversagen»
Ökonomen plädieren für Lieferkettengesetz

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) zählt zu den Befürwortern eines Lieferkettengesetzes. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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Kinderarbeit und Hungerlohn – es ist seit langem ein Streitpunkt: Wie lassen sich mehr ökologische Sorgfalt und Menschenrechte in den weltweiten Lieferketten sicherstellen? 70 Wirtschaftsexperten haben dazu eine klare Meinung.

Im Streit um ein Lieferkettengesetz für die Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards haben 70 Wirtschaftswissenschaftler zu einer schnellen Einigung aufgerufen.

Die Bundesregierung solle Zusagen aus dem Koalitionsvertrag zügig umsetzen und zugleich auch für eine starke EU-weite Regelung eintreten, fordern die Ökonomen in einer am Mittwoch verbreiteten Erklärung. Aus volkswirtschaftlicher Sicht gebe es eine Reihe von Argumenten, die für eine gesetzliche Regelung menschenrechtlicher und ökologischer Sorgfaltspflichten in der Lieferkette sprechen.

«Am Weltmarkt haben sich Lieferketten durchgesetzt, die zu einer Güterproduktion mit erheblichen sozialen und ökologischen Kosten führen», stellen die Ökonomen fest. Ein viel zu geringer Anteil der…