Die vermeintliche Friedenspolitik von Noch-Präsident Donald Trump mit Nordkorea ist Geschichte. Kurz vor der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden bezeichnete Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un die USA als »Hauptfeind« und forderte den Ausbau des Atomarsenals.

Unter anderem müssten taktische Atomwaffen sowie neue Interkontinentalraketen mit Feststoffantrieben entwickelt werden, die auch die USA erreichen könnten. Das gab Kim zum Abschluss eines achttägigen Kongresses der herrschenden Arbeiterpartei als Ziel aus. Es müsse alles dafür getan werden, die stärksten Militärkapazitäten aufzubauen und die »nukleare Kriegsabschreckung weiter zu stärken«, wurde Kim von den staatlich kontrollierten Medien zitiert. Zugleich erklärte Kim am letzten Kongresstag in Pjöngjang, das Land müsse sich auch auf die Entwicklung der Wirtschaft und die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen konzentrieren.

Die Verhandlungen der USA mit Nordkorea kommen bereits seit Längerem nicht mehr voran. Trump und Kim hatten sich dreimal persönlich getroffen. Das letzte Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim im Februar 2019 in Hanoi scheiterte jedoch. Seitdem liegen die Verhandlungen der US-Regierung mit Pjöngjang über einen Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms auf Eis. Auch die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea verschärften sich wieder.

Kim räumt Missstände in der Wirtschaft ein

Kim hatte bereits am Freitag angekündigt, sein Land werde die nukleare Abschreckung stärken. Ohne Trump-Nachfolger Biden ausdrücklich zu nennen, sagte der 37-Jährige laut der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA: »Egal wer (in den USA) an der Macht ist: Die wahre Wesensart ihrer Politik gegen Nordkorea wird sich niemals ändern.«

Nordkorea ist wegen seines Atomprogramms international isoliert. Harte Sanktionen hemmen die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Die Zukunft hänge davon ab, wie die beim Kongress getroffenen Entscheidungen einschließlich eines neuen…