Der gewaltsame Aufstand seiner Anhänger in Washington vor einer Woche bringt Donald Trump nicht nur politisch zunehmend in Bedrängnis. Seine Heimatstadt New York City will nun auch die Geschäftsbeziehungen zur »Trump Organization« beenden, dem Firmenimperium des scheidenden Präsidenten.

»Die Verträge machen sehr deutlich, dass wir das Recht haben, den Vertrag zu kündigen, wenn ein Unternehmen, die Führung eines Unternehmens, in kriminelle Aktivitäten verwickelt ist«, sagte Bürgermeister Bill de Blasio dem TV-Sender MSNBC. »Die Aufstachelung eines Aufstands gegen die Regierung der Vereinigten Staaten stellt eindeutig eine kriminelle Aktivität dar.« Seine Stadt solle in keiner Weise mit diesen »unverzeihlichen Handlungen« in Verbindung gebracht werden, sagte der Demokrat.

Die »Trump Organization« besteht aus einem Geflecht von Hunderten Betrieben. Sie hat auch Verträge mit New York City zum Betrieb eines Karussells, zweier Eislaufflächen und eines Golfplatzes abgeschlossen. Nach Angaben de Blasios bringen die Attraktionen Trumps Unternehmen jährlich 17 Millionen Dollar (etwa 14 Millionen Euro) ein.

Am Mittwochabend deutscher Zeit soll das Repräsentantenhaus darüber abstimmen, eine endgültige Entscheidung fällt aber erst im Senat (wie das Verfahren genau abläuft, lesen Sie hier).

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