Im US-Repräsentantenhaus schließen sich die ersten Republikaner der Amtsenthebungsklage der Demokraten gegen den scheidenden Präsidenten Donald Trump an. Wie unter anderem die hochrangige Abgeordnete Liz Cheney in einem Statement ankündigte, werde sie für eine Amtsenthebung stimmen.

»Ich werde dafür stimmen, den Präsidenten des Amtes zu entheben«, sagte Cheney, die zur Führungsriege der Republikaner im Abgeordnetenhaus gehört. Trump, der ebenfalls Republikaner ist, habe den »Mob« zusammengetrommelt und die Attacke auf das Kapitol am vergangenen Mittwoch ausgelöst. »Nichts davon wäre ohne den Präsidenten passiert.«

Mit ihr kündigten auch die republikanischen Abgeordneten John Katko, Adam Kinzinger und Fred Upton an, für eine Amtsenthebung Trumps zu stimmen.

Auch der Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, soll sich von Trump distanzieren. Einem Bericht der »New York Times« zufolge habe McConnell seinen Mitarbeitern gesagt, dass er sich über das Amtsenthebungsverfahren freue, weil es seiner Partei erleichtere, sich von Trump zu lösen. Trump habe anzuklagende Straftaten begangen, soll McConnell demnach gesagt.

Trump-Anhänger bringen Chaos und Zerstörung ins Kapitol

Aufgebrachte Trump-Anhänger waren am vergangenen Mittwoch ins Kapitol eingedrungen und hatten Chaos und Zerstörung angerichtet. Zum Zeitpunkt der Erstürmung war der Kongress gerade dabei, das Wahlergebnis zugunsten Joe Bidens zu bestätigen. Trump hatte die gewaltbereiten Demonstranten zuvor in einer Rede aufgestachelt.

Die Demokraten wollen Trump wegen der Attacke auf das Kapitol des Amtes entheben. Zuvor hatten sie Vizepräsident Mike Pence aufgefordert, den 25. Verfassungszusatz anzuwenden. Dadurch würde Trump für amtsunfähig erklärt. Am Dienstagabend schloss Pence ein solches Vorgehen jedoch aus und forderte wiederum die Demokraten auf, eine Amtsenthebung zu vermeiden.

Die Demokraten sind jedoch entschlossen. Wie aus einem am Dienstagabend veröffentlichten Brief…