Trotz Appell an Unternehmen
Industrie gegen strengere Vorgaben für mehr Homeoffice

Ein Frau arbeitet in Homeoffice. Die Unternehmen spüren zunehmend Druck, mehr Homeoffice möglich zu machen. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

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Mehr Homeoffice könnte die Anzahl der Infektionen start reduzieren, sagen Experten. Viele Unternehmen zögern jedoch bei der Umsetzung. Nun meldet sich der neue Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) zu Wort.

Die deutsche Industrie lehnt strengere Vorgaben der Politik für mehr Homeoffice ab. Der neue Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, machte deutlich, der Einsatz von Homeoffice müsse von den Betriebsparteien vor Ort entschieden werden.

Die Industrie appelliere an alle Unternehmen, das Thema Homeoffice soweit wie möglich zu nutzen, sagte Russwurm. «Und ganz viele tun das auch.» Die Entscheidung darüber, was gehe und was nicht gehe, welche Arbeitsplätze dauerhaft im Homeoffice sein könnten, wo es richtig sei, ab und zu mal wieder zurück ins Büro zu kommen und welche Arbeitsplätze schlichtweg nicht von zuhause zu erledigen seien, wisse aber niemand besser als die Betriebsparteien vor Ort. Das «Schweißen aus dem Homeoffice» habe noch niemand erfunden.