Der amerikanische Casino-König Sheldon Adelson ist tot. Er starb nach Angaben seines Unternehmens, der Las Vegas Sands Corp., Montagnacht im Alter von 87 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Der Milliardär galt als einer der wichtigsten Unterstützer des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump und seinen Republikanern.

Der Sohn eines Bostoner Taxifahrers verdiente sein erstes Geld im Messe-Geschäft und der Gründung der Comdex, die zur wichtigsten Messe der Computerhersteller werden sollte. 1995 verkaufte er das Unternehmen an die japanische Investmentgesellschaft Softbank für rund 800 Millionen Dollar. Den Gewinn steckte er ins Kasinogeschäft in Las Vegas und Macau. Mit großem Erfolg: 2019 war sein Unternehmen mit einem Umsatz von 13,7 Milliarden Dollar das größte in der schillernden Branche. Sein Privatvermögen wird auf 33 Milliarden Dollar geschätzt.

2020 schließlich dachte Adelson offen über den Verkauf seiner Glücksspielgesellschaft nach – sofern der Preis stimme. Das Coronavirus hatte zu dieser Zeit der Branche jedoch schon stark zugesetzt.

Politisch stand der Roulette-Tycoon fest im konservativen Lager. Im Laufe der Jahre spendete er nach offiziellen Angaben fast 500 Millionen Dollar für Kandidaten der Republikaner, davon 2020 allein rund 90 Millionen für Trump.

Icon: Der Spiegel