Nach Kapitol-Krawallen
Twitter sperrt 70.000 QAnon-Accounts

Nach dem Sturm auf das Kapitol hatten Twitter und Facebook bereits Donald Trumps Accounts bis auf Weiteres gesperrt. Foto: Matt Rourke/AP/dpa

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Unterstützer der Verschwörungsbewegung QAnon gehören zu den treuesten Anhängern von Präsident Donald Trump. Sie wurden auch beim Angriff aufs Kapitol in Washington gesichtet. Twitter wirft jetzt Zehntausende Accounts von der Plattform.

Nach dem Sturm auf das US-Kapitol verschärft Twitter das Vorgehen gegen Unterstützer der Verschwörungstheorie QAnon. Seit vergangenem Freitag seien mehr als 70.000 Accounts gelöscht worden, teilte der Kurznachrichtendienst mit.

In vielen Fällen habe eine Person mehrere Profile betrieben. In den vergangenen Tagen beklagten unter anderem US-Außenminister Mike Pompeo und andere Personen aus dem Umfeld von Präsident Donald Trump, dass sie schlagartig mehrere Zehntausend Follower verloren hätten.

Die zentrale Behauptung der QAnon-Anhänger ist, dass es eine Verschwörung gegen Trump in den tieferen Schichten des US-Regierungsapparats («deep state») gebe, gegen die er ankämpfe. Außerdem behaupten sie oft, prominente Politiker der Demokratischen…